🎁 Weihnachten in der Lebensmitte – ein liebevoller Brief an dich selbst

Der 24. Dezember.

Draußen vielleicht Lichter, Musik, Gerüche von Plätzchen oder Braten.
Drinnen To-do-Listen, Emotionen, Erwartungen – und irgendwo mittendrin du.

Vielleicht steckst du gerade mitten in der Vorbereitung.
Vielleicht ist es ein stiller Abend.
Vielleicht ist dieses Weihnachten ganz anders als früher – weil Menschen fehlen, Kinder ausgezogen sind, Beziehungen sich verändert haben oder dein Körper dir deutlicher zeigt, dass er nicht mehr alles mitmacht.

Weihnachten in der Lebensmitte kann wunderschön sein – und gleichzeitig weh tun.
Beides darf da sein.

Heute möchte ich dich einladen, dir zum Fest etwas zu schenken, das nichts kostet und doch unglaublich wertvoll ist:

einen liebevollen Brief an dich selbst.

Nicht kitschig. Nicht „alles ist toll“.
Sondern ehrlich, warm, mitfühlend – so, wie du mit einer guten Freundin sprechen würdest.


Warum gerade jetzt ein Brief an dich selbst?

In den Wechseljahren bist du nicht nur körperlich im Übergang.
Auch dein Leben, deine Rollen, deine Beziehungen und deine Träume sortieren sich neu.

Weihnachten bringt vieles davon an die Oberfläche:

  • Rollen („die Kümmernde“, „die Starke“, „die, die alles organisiert“)
  • alte Geschichten aus der Herkunftsfamilie
  • Sehnsucht nach Nähe – und manchmal Einsamkeit trotz Menschen
  • Vergleiche mit „früheren Weihnachten“ und „anderen Familien“

Ein Brief an dich selbst kann inmitten dieses Trubels ein kleiner, geschützter Raum sein:

  • in dem du nicht funktionieren musst
  • in dem du nicht alles im Griff haben musst
  • in dem nur eine Frage zählt:

„Wie geht es mir eigentlich – und was möchte ich mir heute sagen?“


Ein liebevoller Brief an dich – als Inspiration

Du kannst den folgenden Brief:

  • einfach lesen und auf dich wirken lassen,
  • laut oder leise,
  • oder ihn als Vorlage nutzen und so umschreiben, dass er ganz zu dir passt.

Stell dir vor, er kommt von einer wohlwollenden, weisen Freundin – oder von deinem zukünftigen Ich, das schon ein Stück weiter ist.


💌 Dein Brief

Liebe du,

heute ist Weihnachten.
Vielleicht ist um dich herum viel los, vielleicht ist es still.
Vielleicht ist dieses Fest genau so, wie du es dir gewünscht hast –
vielleicht ganz anders.

Was auch immer gerade ist:
Ich möchte, dass du für einen Moment nur dich wahrnimmst.

Du hast in diesem Jahr so viel getragen.
Sichtbar und unsichtbar.
Organisiert, mitgedacht, gefühlt, geschluckt, entschieden, gezweifelt,
gehofft, gesorgt.

Du warst da – für Menschen, die du liebst.
Für Aufgaben, die getan werden mussten.
Für Situationen, die du dir nicht ausgesucht hast.

Und während dein Körper sich verändert, deine Hormone Achterbahn fahren,
dein Leben sich neu sortiert, bist du immer weiter gegangen.
Auch dann, wenn du müde warst.
Auch dann, wenn du nicht wusstest, wie es weitergeht.

Dafür möchte ich dir heute danken.
Nicht, weil du perfekt warst – das warst du nicht, musst du auch nicht sein.
Sondern weil du menschlich warst.

Du hast Fehler gemacht.
Du warst ungerecht, erschöpft, laut, traurig, überfordert.
Du hast Dinge gesagt, die du bereut hast.
Du hast Dinge geschluckt, die du gern ausgesprochen hättest.

Das alles macht dich nicht weniger liebenswert.
Es macht dich echt.

Ich sehe deine Müdigkeit.
Ich sehe deine Versuche, stark zu sein.
Ich sehe deine Tränen, die niemand gesehen hat.
Ich sehe dein Lachen, das du manchmal aufsetzt, obwohl dir nicht danach ist.

Ich sehe aber auch deine Kraft:
wie du weitergegangen bist,
wie du Fragen gestellt hast,
wie du begonnen hast, mehr auf dich zu achten,
wie du innerlich nicht mehr alles hinnehmen willst, was dich klein macht.

Du bist in einer Lebensphase, in der du vieles neu ordnen darfst.
Du bist nicht „zu empfindlich“.
Du bist nicht „zu spät dran“.
Du bist nicht „komisch“.

Du bist auf dem Weg.

Heute, an diesem Tag, wünsche ich dir einen Moment,
in dem du all die Stimmen im Außen kurz leiser drehst
und dir sagst:

„Ich bin genug – so, wie ich heute hier bin.“

Du musst heute niemandem etwas beweisen.
Du darfst müde sein.
Du darfst lachen.
Du darfst weinen.
Du darfst wütend, erleichtert, dankbar, irritiert oder alles zugleich sein.

Wenn dieses Fest nicht so ist, wie du es dir erhofft hast:
Du darfst enttäuscht sein – und du darfst dir trotzdem kleine Inseln der Nähe
und Wärme schaffen.

Wenn dieses Fest schön ist:
Erlaube dir, es zu genießen, ohne schon an morgen zu denken.

Du musst das neue Jahr nicht heute schon im Griff haben.
Es reicht, wenn du heute einen liebevollen Gedanken für dich findest:

„Ich bin da.
Für mich.
Auch inmitten von allem anderen.“

Danke, dass du da bist.
Danke, dass du weitermachst.
Danke, dass du beginnst, dich selbst wichtiger zu nehmen.

In Liebe,
deine innere Verbündete 💛


Wie du deinen eigenen Weihnachtsbrief schreibst

Vielleicht hat dich der Brief berührt, vielleicht waren ein paar Sätze dabei, die sich „fremd“ anfühlen.
Mach ihn gern zu deinem eigenen.

Nimm dir 10–15 Minuten, ein Blatt Papier oder ein schönes Notizbuch, eine Kerze, eine Tasse Tee – und schreib.

Hilfreiche Einstiege:

  • „Liebe … (dein Name), dieses Jahr war für dich…“
  • „Was ich an dir sehe, ist…“
  • „Was ich dir heute sagen möchte…“

Du kannst dich an drei Fragen orientieren:

  1. Was war dieses Jahr wirklich schwer für mich?
  2. Was habe ich – trotz allem – geschafft, gehalten, gelernt?
  3. Was wünsche ich mir von Herzen für mich selbst im nächsten Jahr?

Wichtig:

  • Schreib, als würdest du einer Freundin schreiben.
  • Kein „Du hättest“, „du solltest“.
  • Eher: „Ich weiß, es war viel“ – „Ich bin stolz auf dich“ – „Du darfst…“

Du musst deinen Brief niemandem zeigen.
Er ist nur für dich.


Ein kleines Weihnachtsritual nur für dich

Wenn es für dich passt, probier dieses Mini-Ritual am 24. oder 25. Dezember:

  1. Einen Moment wählen, an dem du einigermaßen ungestört bist
    – früh am Morgen, mittags, abends, wenn alle satt sind, oder vor dem Schlafengehen.
  2. Kerze anzünden, Handy weglegen, ein paar tiefe Atemzüge.
  3. Deinen Brief (oder den Text von oben) lesen.
  4. Zum Abschluss eine Hand auf dein Herz oder deinen Bauch legen und dir leise sagen:

„Ich bin für mich da.“

Wenn Tränen kommen – gut.
Wenn ein Lächeln kommt – auch gut.
Wenn gar nichts Großes passiert, sondern nur ein bisschen mehr Ruhe – auch gut.

Es geht nicht um ein perfektes Ritual.
Es geht darum, dass du dir heute selbst begegnest.


Weihnachten darf auch dein Fest sein

Vielleicht war Weihnachten viele Jahre vor allem:

  • das Fest der anderen
  • das Fest, bei dem du für Stimmung, Essen, Geschenke, Harmonie zuständig warst
  • das Fest, an dem du dich selbst irgendwo zwischen Küche und Erwartungen verloren hast

Du darfst jetzt – Schritt für Schritt – anfangen, Weihnachten auch zu deinem Fest zu machen:

  • mit Momenten, in denen du dich spürst
  • mit klareren Grenzen
  • mit kleinen, echten Gesten für dich selbst

Du bist nicht „zu egoistisch“, wenn du das tust.
Du bist eine Frau in der Lebensmitte, die beginnt zu verstehen:

Ich bin nicht nur verantwortlich.
Ich bin auch wertvoll.


Wenn du dir mehr Begleitung wünschst – über Weihnachten hinaus

Vielleicht spürst du beim Lesen:

  • Da ist mehr in Bewegung als „nur“ Weihnachten.
  • Du möchtest nicht mehr nur funktionieren – aber allein fühlt sich der Weg unsicher an.
  • Du wünschst dir jemanden, der dich durch diese Phase begleitet – mit Klarheit, Wärme und Struktur.

Genau dafür ist mein Coachingprogramm für Frauen in den Wechseljahren da.

Wir arbeiten gemeinsam daran,

  • dass du dich selbst besser verstehst,
  • liebevoller mit dir sprichst,
  • neue Entscheidungen für dein Leben triffst,
  • und Schritt für Schritt ein Alltag entsteht, der besser zu dir passt.

Wenn du möchtest, kann 2026 wirklich ein neues Kapitel werden – nicht, weil „ab 1. Januar alles anders“ ist, sondern weil du beginnst, anders mit dir zu sein.



Möchtest du regelmäßig mehr Tips als Inspiration, Wissen und Unterstützung für deine federleichte Reise durch die Wechseljahre? Direkt in dein Postfach?
Dann melde dich doch gleich für den Newsletter an. Mein Newsletter ist für alle Frauen, die informiert, inspiriert und gestärkt durch diese Lebensphase gehen möchten.

Das erwartet dich im Newsletter:

  • Neue Blogartikel zu Themen wie Hormone, Ernährung, Bewegung, Mindset und Selbstfürsorge
  • Impulse für mehr Lebensfreude, Klarheit und innere Balance
  • Tipps aus meinem Coaching-Alltag – ganz praktisch und direkt umsetzbar
  • Aktuelle Hinweise zu Workshops, Kursen und Veranstaltungen
  • Exklusive Inhalte nur für Newsletter-Abonnentinnen

Du bist nicht allein – ich begleite dich.

📩 Anmeldung zum Balance4Women Newsletter

×