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Cortisol-Hunger vs. echter Hunger: So erkennst du den Unterschied
Manchmal fühlt sich Hunger nicht wie Hunger an. Er fühlt sich an wie: „Ich brauche JETZT etwas.“ Süßes. Knuspriges. Salz. Schnelles.
Und genau da wird es spannend: Nicht jeder Hunger ist ein Nahrungsproblem. Manche Cravings sind ein Nervensystem-Thema.
In den Wechseljahren ist Cortisol (dein Stresshormon) oft stärker im Spiel – weil Schlaf sensibler, Alltag belastender und der Körper in einem Umbau ist. Und Cortisol kann Hunger verstärken – oder Hunger imitieren.
Echter Hunger – typische Signale
- kommt langsam
- du würdest auch etwas „Normales“ essen
- du kannst noch wählen
- nach dem Essen fühlt sich dein System ruhiger an
Cortisol-Hunger (Stresshunger) – typische Signale
- kommt plötzlich
- du willst ganz bestimmte Lebensmittel (meist Zucker/Fett/Salz)
- du fühlst dich innerlich unruhig oder gehetzt
- Essen beruhigt kurz – dann kommt oft das nächste Verlangen
Wichtig: Cortisol-Hunger ist nicht „falsch“. Er ist eine Strategie deines Körpers, dich zu regulieren. Nur leider eine, die dich langfristig müde macht. Der 2-Minuten-Check: H.A.L.T.
Bevor du automatisch isst, stell dir vier Fragen:
H = Hungry (körperlich hungrig?)
A = Angry/Anxious (angespannt/ärgerlich?)
L = Lonely (allein/leer?)
T = Tired (müde?) Wenn du bei A/L/T „ja“ spürst, ist Essen nicht die einzige Lösung. Dann braucht dein System erst Beruhigung – und dann eine kluge Entscheidung.
3 Beruhigungs-Tools, die wirklich alltagstauglich sind
1) 3 Atemzüge + Schultern senken Klingt klein. Wirkt groß. Du gibst deinem Körper das Signal: „Es ist okay.“
2) Wasser + etwas Warmes Ein Glas Wasser und ein Tee – viele Cravings werden dadurch leiser, weil der Körper oft „Signal-Mix“ sendet.
3) 90-Sekunden-Pause Stell dir einen Timer auf 90 Sekunden und mach nur das: Füße spüren. Rücken anlehnen. Kiefer lösen. Danach entscheidest du.
Und wenn du dann essen willst: tu es – aber stabil
Cortisol-Hunger heißt nicht: „Du darfst nicht essen.“ Es heißt: „Essen + Stabilität.“
Nutze die Snack-Regel aus letzter Woche:
Protein + Ballaststoff/Fett. Dann bekommt dein Körper das, was er wirklich sucht: Regulation.
Mini-Übung: Dein persönlicher Stress-Hunger-Moment
Schreib auf:
- Wann passiert es am häufigsten? (Uhrzeit/Situation)
- Was ist kurz vorher passiert? (Mail? Streit? Deadline? Müdigkeit?)
- Was wäre eine alternative Mini-Regulation (2 Minuten)?
Und dann: Bau dir einen Plan. Beispiel: „Wenn ich um 21 Uhr auf Süßes stürze, mache ich zuerst Tee + 3 Atemzüge. Dann esse ich bewusst: Joghurt + Nüsse ODER Schokolade + Nüsse.“ Das ist keine Strenge.
Das ist Führung.
Wenn du heute nur eins mitnimmst
Hunger ist ein Signal – manchmal für Essen, manchmal für Entlastung. Du musst es nicht wegdrücken. Du darfst es lesen.
Ausblick: Nächster Beitrag am Mittwoch, 11.02.
Dann geht’s um Abendessen, das Schlaf unterstützt: „Abendessen, das Schlaf macht: 5 warme Baukasten-Ideen“
Kleiner Hinweis
Dieser Blog ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn Beschwerden stark, neu oder beängstigend sind, lass sie bitte ärztlich abklären. Die Impulse hier dienen der Unterstützung – keine Diagnose oder Therapie.
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