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Dein Jahresmotto in Aktion: So wird ein Wort zu einer täglichen Entscheidung
Ein Jahresmotto ist wie ein innerer Kompass.
Nicht, weil es magisch wäre. Sondern, weil es dich im Alltag immer wieder an deine Richtung erinnert.
Und genau das ist in den Wechseljahren so wertvoll.
Denn viele Frauen erleben diese Phase wie einen Verlust an Kontrolle:
Schlaf verändert sich. Energie schwankt. Stimmung auch. Der Körper reagiert empfindlicher. Und plötzlich funktionieren Dinge nicht mehr, die früher selbstverständlich waren.
Ein Motto gibt dir etwas zurück, das du gerade besonders brauchst:
Selbstführung – ohne Härte.
Nicht als „ich muss jetzt endlich…“, sondern als:
„So will ich mich 2026 begleiten.“
Warum ein Jahresmotto besser wirkt als Ziele
Ziele sind oft messbar. Das ist an sich nicht schlecht. Aber Ziele haben einen Haken:
Sie können dich schnell in den Druck bringen.
Ein Motto dagegen ist:
- flexibel (passt zu guten und zu schwierigen Tagen)
- nervensystemfreundlich (weniger Druck, mehr Orientierung)
- alltagstauglich (eine Entscheidung am Tag reicht)
- identitätsstärkend (du wirst zur Frau, die so handelt)
Gerade in den Wechseljahren ist das wichtig, weil viele Veränderungen nicht linear sind. Du brauchst etwas, das dich auch dann trägt, wenn dein Körper nicht „funktioniert“, wie du es dir wünschst.
Schritt 1: Wähle ein Motto, das dich entlastet – nicht antreibt
Das häufigste Missverständnis:
Viele wählen ein Motto, das eigentlich ein versteckter Antreiber ist.
Zum Beispiel: „Leistung“, „Disziplin“, „Durchziehen“.
Wenn du in den Wechseljahren bist, ist das oft wie ein Fuß auf dem Gas, während deine Warnleuchte schon blinkt.
Bessere Motti sind Wörter, die regulieren und stabilisieren.
Hier sind 12 Motti, die in dieser Lebensphase besonders gut funktionieren:
- Sanft (ich mache es in meinem Tempo)
- Klar (ich entscheide bewusster)
- Stabil (ich baue Basis statt Drama)
- Genährt (ich kümmere mich gut um meinen Körper)
- Ruhig (ich beruhige mein System, bevor ich reagiere)
- Stark (ich baue Kraft – körperlich & innerlich)
- Ehrlich (ich höre hin, statt zu übergehen)
- Frei (ich lasse Erwartungen los)
- Mutig (ich setze Grenzen)
- Verbunden (ich suche Nähe statt Rückzug)
- Leicht (ich reduziere statt zu optimieren)
- Würdevoll (ich spreche liebevoll mit mir)
Wähle bitte nicht das Wort, das „am schönsten klingt“.
Wähle das Wort, das dich am meisten entlastet, wenn du es liest.
Schritt 2: Das Motto wird erst wirksam durch eine tägliche Entscheidung
Ein Motto an die Wand zu hängen ist nett.
Wirksam wird es, wenn du es in eine Mini-Entscheidung übersetzt.
Hier ist die Regel:
Motto + 1 konkrete Handlung = Veränderung.
Und zwar eine Handlung, die in 2–10 Minuten geht.
Schritt 3: Die Motto-Matrix (dein Werkzeug für 2026)
Nimm dir jetzt kurz Papier oder Notizen-App und schreibe:
Mein Motto 2026: ____
Dann ergänze drei Zeilen:
- Wenn ich gestresst bin, heißt ____ für mich:
____ (z. B. 5 Atemzüge / Handy weg / Pause / rausgehen) - Wenn ich erschöpft bin, heißt ____ für mich:
____ (z. B. warm essen / früher ins Bett / Termin absagen) - Wenn ich mich selbst kritisiere, heißt ____ für mich:
____ (z. B. freundlich sprechen / „ich lerne noch“ / Perfektion loslassen)
Beispiele:
Motto: SANFT
- gestresst: „Ich mache nur das Nötigste.“
- erschöpft: „Ich esse warm & proteinreich.“
- Selbstkritik: „Ich rede mit mir wie mit einer Freundin.“
Motto: KLAR
- gestresst: „Ich priorisiere 1 Sache.“
- erschöpft: „Ich sage ein Nein, bevor ich Ja sage.“
- Selbstkritik: „Fakten statt Drama: Was brauche ich jetzt?“
Motto: STARK
- gestresst: „Ich bewege meinen Körper 10 Minuten.“
- erschöpft: „Ich mache Mikro-Kraft statt gar nichts.“
- Selbstkritik: „Stärke heißt auch Pause.“
Schritt 4: Dein Tagesanker (30 Sekunden)
Damit das Motto nicht verschwindet, brauchst du einen winzigen Trigger.
Wähle einen davon:
- beim Zähneputzen morgens: „Heute wähle ich ____.“
- beim Kaffee/Tee: „Meine Entscheidung heute: ____.“
- beim Handy-Entsperren: Wallpaper mit Motto
- am Abend: „Wo war ich heute ____?“
Das dauert 30 Sekunden – aber es verändert deinen inneren Kurs.
Typische Stolpersteine (und wie du sie vermeidest)
1) „Ich vergesse es.“
Normal. Deshalb: Trigger statt Willenskraft. (Wallpaper, Post-it, Kalender)
2) „Ich halte es nicht durch.“
Du musst nichts „durchhalten“.
Du musst nur jeden Tag einmal fragen:
„Was wäre heute eine ____-Entscheidung?“
3) „Manchmal bin ich das Gegenteil.“
Auch das gehört dazu.
Ein Motto ist kein Beweis, dass du immer „gut“ bist.
Es ist ein Weg zurück zu dir.
Mini-Übung für heute: Deine 1 Entscheidung
Schließe diesen Satz ab:
„Heute entscheide ich mich für ____.“
Und dann:
Mach es sofort 2 Minuten lang. (Ja, wirklich.)
- 2 Minuten atmen
- 2 Minuten dehnen
- 2 Minuten Wasser + kurzer Blick aus dem Fenster
- 2 Minuten Journal: „Was brauche ich?“
So wird dein Motto lebendig.
Ausblick: Freitag geht’s um deine 3 Anker-Routine
Am Fr, 09.01. machen wir weiter mit:
„Die 3 Anker-Routine: Schlaf • Essen • Bewegung – minimal anfangen, maximal wirken“
Denn ein Motto ist deine Richtung – und Anker sind dein Fundament.
Kleiner Hinweis
Dieser Blog ersetzt keine medizinische Beratung. Bei starken oder neuen Beschwerden bitte ärztlich abklären. Die Inhalte sind Impulse zur Unterstützung.
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