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Mai-Rückblick: Was hat mir Kraft gegeben – und was darf ich mitnehmen?
Der Mai ist fast vorbei. Vielleicht ist er schnell vergangen. Vielleicht war er voller Termine. Vielleicht hatte er schöne Momente, aber auch anstrengende Tage. Vielleicht hast du dir mehr Leichtigkeit gewünscht, als tatsächlich möglich war. Vielleicht hast du kleine Schritte gemacht, die dir erst beim zweiten Hinsehen auffallen.
Genau dafür ist ein Monatsrückblick da. Nicht um dich zu bewerten. Nicht um zu prüfen, ob du „genug“ geschafft hast. Sondern um zu würdigen, was war. Um Muster zu erkennen. Um Kraftquellen sichtbar zu machen. Und um bewusst mitzunehmen, was dir guttut.
In den Wechseljahren ist diese Art von Reflexion besonders wertvoll. Weil vieles schwankt. Energie, Schlaf, Stimmung, Körpergefühl, Zyklus, Belastbarkeit. Wenn du nur auf einzelne Tage schaust, kann schnell der Eindruck entstehen: Alles ist chaotisch. Wenn du aber liebevoll zurückblickst, erkennst du oft: Da waren sehr wohl gute Momente. Da waren Hinweise. Da waren kleine Erfolge.
Was hat mir Kraft gegeben?
Beginne mit der schönsten Frage: Was hat mir im Mai Kraft gegeben? Bitte suche nicht nur nach großen Ereignissen. Kraft kann klein sein. Ein Spaziergang. Ein ehrliches Gespräch. Eine Mahlzeit, die dich wirklich genährt hat. Ein Abend ohne Handy. Ein Lachen mit anderen Frauen. Ein Moment, in dem du Nein gesagt hast. Ein Tag, an dem du früher ins Bett gegangen bist.
Schreib alles auf, was dir einfällt. Auch wenn es banal wirkt. Gerade die scheinbar kleinen Dinge sind oft die Bausteine, aus denen ein stabilerer Alltag entsteht.
Vielleicht stellst du fest, dass dir Gemeinschaft gutgetan hat. Oder Bewegung. Oder mehr Struktur beim Essen. Oder der Mut, etwas auszusprechen. Vielleicht war der Federleicht-Tag ein wichtiger Impuls. Vielleicht war ein Blogbeitrag der Auslöser für einen Gedanken, der weiterwirkt.
Was hat mir Kraft genommen?
Diese Frage ist genauso wichtig, aber sie braucht Freundlichkeit. Es geht nicht darum, Schuldige zu suchen. Es geht darum, ehrlich zu werden.
Was hat dir im Mai Energie gezogen? Zu viele Termine? Zu wenig Pausen? Unklare Grenzen? Schlafmangel? Konflikte? Zu hohe Erwartungen an dich selbst? Das Gefühl, immer verfügbar sein zu müssen?
Wenn du diese Dinge erkennst, kannst du im nächsten Monat bewusster gegensteuern. Nicht immer sofort. Nicht immer vollständig. Aber du beginnst, deine Energie ernst zu nehmen.
Was habe ich über meinen Körper gelernt?
Der Körper ist in den Wechseljahren ein wichtiger Informationsgeber. Vielleicht hast du bemerkt, dass du nach bestimmten Tagen mehr Ruhe brauchst. Dass Bewegung am Morgen dir besser bekommt als abends. Dass regelmäßiges Essen deine Stimmung stabilisiert. Dass du auf Alkohol, scharfes Essen, Hitze, Stress oder späte Bildschirmzeit sensibler reagierst. Oder dass dein Körper überraschend gut auf kleine Kraftübungen anspricht.
Notiere nicht nur Beschwerden. Notiere auch Lösungen. Dein Körper ist kein Rätsel, das dich ärgern will. Er ist ein System, das Hinweise gibt.
Was darf bleiben?
Nicht jeder gute Impuls muss zu einer neuen Regel werden. Aber manche Dinge verdienen einen festen Platz. Vielleicht willst du dein Morgenritual behalten. Vielleicht einen wöchentlichen Spaziergang mit einer Freundin. Vielleicht deine Journalfragen. Vielleicht den Satz: Reset statt Abbruch.
Wähle maximal drei Dinge, die du in den Juni mitnehmen möchtest. Mehr ist meistens nicht nötig. Wenige klare Anker sind hilfreicher als zehn gute Vorsätze, die dich wieder unter Druck setzen.
Was darf gehen?
Auch das gehört zum Monatsabschluss: Was darf ich loslassen? Einen Anspruch? Eine alte Rolle? Eine unrealistische Erwartung? Eine Gewohnheit, die mir nicht guttut? Einen Gedanken wie „Ich muss das allein schaffen“?
Loslassen muss nicht dramatisch sein. Manchmal reicht ein innerer Satz: Das nehme ich nicht mehr ungeprüft mit.
Deine drei Rückblickfragen
Nimm dir 15 Minuten, Tee oder Kaffee, ein Blatt Papier. Beantworte diese drei Fragen:
Was hat mir im Mai Kraft gegeben? Was hat mich näher zu mir gebracht? Was möchte ich im Juni bewusst weiterführen?
Wenn du magst, ergänze einen vierten Satz: Darauf bin ich stolz, auch wenn es klein war.
Ein liebevoller Abschluss
Vielleicht war dein Mai nicht perfekt. Vielleicht war er sogar holprig. Aber du bist durch ihn gegangen. Du hast gespürt, entschieden, ausprobiert, vielleicht neu sortiert. Das zählt.
Und wenn du beim Rückblick merkst, dass du dir mehr Begleitung wünschst, dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Klarheit. Ein kostenloses Erstgespräch kann ein guter nächster Schritt sein, um deine Themen zu sortieren und zu schauen, welche Unterstützung zu dir passt.
Der Mai darf jetzt ausklingen. Nimm nicht alles mit. Nimm das mit, was dich stärkt. 🌷
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