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Stoffwechsel & Bauchgefühl: Was sich im Januar lohnt – ohne Kalorienkrieg
Wenn im Januar das Thema „Stoffwechsel“ auftaucht, ist es oft sofort verknüpft mit:
Kalorien zählen. Strenge Pläne. Verzicht. Waage. Bauch „weg“.
Und genau da setzt bei vielen Frauen in den Wechseljahren etwas ein, das ich dir heute ersparen möchte:
Kalorienkrieg.
Denn in der Perimenopause/Menopause verändern sich die Spielregeln. Nicht, weil „du plötzlich falsch isst“, sondern weil dein Körper anders reagiert:
- weniger Östrogen beeinflusst Fettverteilung (Bauch/ Mitte wird oft empfindlicher)
- Muskelmasse nimmt leichter ab (und Muskeln sind Stoffwechselmotor)
- Schlaf und Stress wirken stärker auf Hunger, Heißhunger und Einlagerung
- Insulinsensitivität kann sich verändern
Das bedeutet: Mehr Druck bringt selten mehr Ergebnis.
Was wirklich hilft, ist Stabilisierung.
Heute bekommst du einen Januar-Plan, der auf drei Säulen basiert:
Protein – Kraft – Ruhe.
Ohne Kalorienkrieg. Mit Bauchgefühl.
Erstmal ehrlich: „Bauch“ ist nicht nur Essen
Viele Frauen denken: „Ich muss nur weniger essen.“
Aber die häufigsten Bauch-Verstärker in den Wechseljahren sind:
- Schlafmangel (macht hungriger, zuckerhungriger, stresst den Körper)
- Stress/Cortisol (fördert Einlagerung, triggert Cravings)
- zu wenig Protein (führt zu Heißhunger & Muskelverlust)
- zu wenig Krafttraining (Muskeln gehen → Grundumsatz sinkt)
- zu viel „alles-oder-nichts“ (führt zu Rückfall-Schleifen)
Darum schauen wir heute nicht nur auf „Essen“, sondern auf das System.
Die 3 Säulen für deinen Stoffwechsel (wechseljahresfreundlich)
1) Protein: nicht als Diät, sondern als Stabilität
Protein ist in den Wechseljahren kein Fitness-Hype.
Es ist ein Körper-Sicherheitsgurt.
Es hilft dir:
- Blutzucker zu stabilisieren
- länger satt zu sein
- Muskeln zu erhalten/aufzubauen
- Heißhunger zu reduzieren
Dein Januar-Mindestziel:
- Protein zum Frühstück (wie im letzten Beitrag)
- eine weitere Proteinquelle am Tag (mittags oder abends)
Einfache Protein-Bausteine:
- Eier, Skyr/Quark, Käse
- Fisch, Huhn, mageres Fleisch
- Tofu, Tempeh, Linsen, Bohnen
- Proteinshake als Notlösung
Wenn du gerade wenig Kapazität hast:
Mach es simpel. Wiederholbar. Nicht kreativ.
2) Kraft: weil Muskeln dein Stoffwechsel-Motor sind
Viele Frauen erhöhen im Januar Cardio, reduzieren Essen – und wundern sich, warum es sich „zäher“ anfühlt.
In der Menopause ist oft wichtiger:
Muskeln rauf.
Nicht unbedingt Gewicht runter.
Warum?
Mehr Muskeln bedeuten:
- bessere Insulinsensitivität
- stabilere Körpermitte und Haltung
- mehr Power im Alltag
- oft: weniger „weicher“ Bauch durch bessere Körperspannung
Dein Januar-Minimum:
- 2x pro Woche Kraft (20–30 Minuten reichen)
- an den anderen Tagen: 10 Minuten Bewegung
Wenn du noch nie Kraft gemacht hast:
Starte mit Körpergewicht (Sitze/Stehe, Wandliegestütze, Hüftheben, Rudern mit Band).
Wichtig: Du musst nicht „hart“ trainieren. Du musst nur anfangen – und dranbleiben.
3) Ruhe: weil dein Stoffwechsel kein Stressprojekt ist
Das ist der Teil, den viele übergehen – und der dann alles sabotiert.
Wenn dein Nervensystem permanent im Alarm ist, kann der Körper in eine Art „Sparmodus“ gehen:
mehr Cravings, schlechterer Schlaf, weniger Regeneration.
Dein Januar-Minimum:
- 90 Sekunden Pause 1–2x am Tag
- Abendanker (10 Minuten runterfahren)
- eine Entlastung pro Woche (ein Nein, ein Termin weniger, eine Sache delegieren)
Das klingt klein – wirkt aber groß.
Was du im Januar NICHT tun musst
Damit du wirklich entspannt starten kannst, hier eine klare Liste:
Du musst nicht:
- Kalorien zählen
- Mahlzeiten auslassen (wenn es dich danach „überfällt“)
- 6 Tage Sport machen
- komplett auf Kohlenhydrate verzichten
- dich jeden Tag wiegen
- dich „disziplinieren“
Du darfst stattdessen:
- stabil essen
- Kraft aufbauen
- dein Nervensystem beruhigen
- kleine Muster ändern
- den Fokus auf Versorgung legen
Die „Bauchgefühl“-Regel: Satt, stabil, zufrieden
Wenn du dich fragst, ob ein Tag „gut“ war, nimm nicht die Waage als Maßstab.
Nimm diese drei Fragen:
- War ich heute satt (nicht „voll“, aber versorgt)?
- War ich heute stabil (weniger Cravings, weniger Achterbahn)?
- War ich heute zufrieden (nicht perfekt, aber okay)?
Wenn du 2 von 3 hast: super.
Wenn du 1 von 3 hast: okay – du lernst.
Wenn du 0 von 3 hast: SOS-Plan anwenden (siehe letzter Beitrag).
Mini-Plan für diese Woche (machbar!)
Wähle bitte genau diese drei Dinge für 7 Tage:
- Protein am Morgen
- 2x Kraft (oder 2x 15 Minuten, wenn 30 zu viel sind)
- 1 Abendanker an 3 Abenden (nicht jeden Tag!)
Schreibe dir auf:
„Diese Woche baue ich Stoffwechsel-Stabilität auf durch ____ + ____ + ____.“
Und dann: bitte freundlich mit dir bleiben.
Das ist kein „Projekt“. Das ist Versorgung.
Ausblick: Mittwoch geht’s um sanfte Kraft – Mikro-Workouts
Am Mi, 21.01. kommt:
„Sanfte Kraft: 3 Mikro-Kraftworkouts (10 Minuten) für Muskeln, Haltung und Selbstwirksamkeit“
Perfekt, wenn du wenig Zeit hast, aber trotzdem konsequent sein willst.
Kleiner Hinweis
Dieser Blog ersetzt keine medizinische Beratung. Bei starken, neuen oder beängstigenden Beschwerden bitte ärztlich abklären. Die Inhalte sind Impulse zur Unterstützung.
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