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🤍 Partnerschaft & Nähe rund um die Feiertage – was dir jetzt guttut
Die großen Weihnachtstage liegen (fast) hinter dir.
Vielleicht war es schön, vielleicht anstrengend – wahrscheinlich ein bisschen von beidem.
Und mitten in all dem:
- Familie, Kinder, Eltern, Schwiegereltern
- Organisation, Essen, Stimmung halten
- dein Körper im Wechseljahr-Modus
- deine Nerven irgendwo zwischen „Ich will nur noch Ruhe“ und „Ich hätte gern echte Nähe“
In diesem Beitrag geht es um Partnerschaft & Nähe rund um die Feiertage – und darum, was dir in dieser besonderen Zeit wirklich guttut.
Egal ob du:
- in einer Beziehung lebst,
- getrennt, geschieden oder allein lebst,
- in einer neuen Partnerschaft bist oder dir Nähe wünschst –
du darfst schauen, wie du Nähe erlebst und was du dir für dich wünschst.
Warum die Feiertage Beziehungen oft besonders fordern
Weihnachten und die Tage „zwischen den Jahren“ holen vieles an die Oberfläche:
- alte Rollen in Herkunftsfamilien
- unausgesprochene Erwartungen („So macht man das doch…“)
- unterschiedliche Bedürfnisse: Ruhe vs. Programm, Nähe vs. Rückzug
- Stress, Müdigkeit, körperliche Symptome
Dazu kommt:
- Wechseljahres-Symptome wie Schlafmangel, Hitzewallungen, Erschöpfung
- veränderte Libido
- ein Körper, der sich anders anfühlt als früher
Wenn dann die Erwartung im Raum steht, es müsse alles harmonisch, romantisch und kuschelig sein, entsteht schnell Druck.
Wichtiger Satz:
Wenn du gerade nicht „funktionierst“ wie früher, ist das kein persönliches Versagen –
sondern ein Zeichen dafür, dass sich dein Körper, dein Leben und deine Bedürfnisse verändern dürfen.
Nähe hat viele Formen – und du darfst wählen
Oft denken wir bei „Nähe“ zuerst an Sexualität.
Aber Nähe kann vieles sein:
- emotionale Nähe – sich gehört, gesehen und verstanden fühlen
- körperliche Nähe – Umarmungen, Kuscheln, Händchen halten, nebeneinander sitzen
- Alltagsnähe – gemeinsam kochen, spazieren gehen, einen Film schauen, zusammen schweigen
Frag dich einmal ganz ehrlich:
Welche Art von Nähe brauche ich gerade am meisten?
- Möchte ich reden – oder einfach still zusammen sein?
- Brauche ich Berührung – oder eher Raum?
- Sehnsucht nach Sexualität – oder eher nach Halt und Sicherheit?
Alle Antworten sind erlaubt.
Check-in mit dir selbst: Wo stehst du gerade?
Bevor du in die Beziehung schaust, lohnt sich der Blick nach innen.
Nimm dir ein paar Minuten und beantworte (schriftlich oder im Kopf):
- Wie geht es mir körperlich gerade?
(müde, angespannt, kribbelig, leer, ruhig, erschöpft…) - Wie geht es mir emotional?
(traurig, dankbar, gereizt, berührt, überfordert, zufrieden…) - Was wäre heute eine Form von Nähe, die mir wirklich guttun würde?
(z. B. gehalten werden, in Ruhe gelassen werden, gemeinsam spazieren gehen, reden, kuscheln, gemeinsam lachen)
Erst wenn du halbwegs weißt, wie es dir geht, kannst du deinem Gegenüber sagen, was du brauchst.
Wenn du in einer Partnerschaft bist: Nähe neu aushandeln
In den Wechseljahren verändert sich oft auch die Partnerschaft:
- Libido kann zu- oder abnehmen
- Berührung wird anders wahrgenommen
- du bist schneller erschöpft
- deine Bedürfnisse werden klarer – und passen nicht mehr zu „früher“
Das ist kein Beziehungsfehler, sondern eine Einladung, Nähe neu zu verhandeln.
1. Ehrliches Gespräch statt „Augen zu und durch“
Du musst nicht jedes Detail deiner Beschwerden erzählen, wenn du das nicht möchtest.
Aber ein ehrlicher Rahmen kann entlasten – für euch beide.
Mögliche Einstiege:
- „Ich merke, dass sich mein Körper und meine Energie gerade stark verändern. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam schauen, was uns beiden guttut.“
- „Es liegt nicht daran, dass ich dich nicht mag oder nicht attraktiv finde – mein Körper spielt gerade einfach verrückt. Ich möchte dir sagen, was mir im Moment leichter fällt und was nicht.“
- „Ich brauche manchmal mehr Ruhe und weniger Druck, ‚funktionieren‘ zu müssen. Können wir darüber sprechen, wie Nähe für uns in dieser Phase aussehen kann?“
Wichtig:
- Sprich in Ich-Sätzen („Ich merke…“, „ich brauche…“) statt in Vorwürfen („Du willst immer nur…“).
- Es darf unsicher, suchend, ungekonnt klingen – Hauptsache, du fängst an.
2. Nähe ohne Leistungsdruck
Vielleicht ist Sexualität gerade schwierig oder gar nicht möglich.
Das heißt nicht, dass ihr auf Nähe verzichten müsst.
Ideen:
- bewusstes Kuscheln ohne „Weiterführungspflicht“
- gemeinsam unter einer Decke auf dem Sofa liegen
- sich massieren (Schultern, Hände, Füße) – ohne Erwartungshaltung
- zusammen spazieren gehen und über das Jahr sprechen, über Wünsche, über das, was gut war
Wichtig ist, dass ihr aussprecht, wenn etwas ohne Erwartungsdruck stattfinden soll:
- „Ich würde gern einfach bei dir liegen, ohne dass wir weitergehen müssen. Ist das okay?“
Das nimmt Spannung aus der Situation – für beide Seiten.
3. Deine Grenzen dürfen sich verändern
Was sich richtig anfühlt, kann sich mit der Zeit ändern – und das ist in Ordnung.
Du darfst sagen:
- „So wie früher geht es für mich gerade nicht mehr, ich brauche es langsamer/weicher/ruhiger.“
- „Heute ist mein Körper einfach zu erschöpft, lass uns nur kuscheln.“
- „Ich weiß noch nicht, was ich will – können wir gemeinsam herausfinden, was uns beiden guttut?“
Grenzen sind kein Angriff auf dein Gegenüber.
Sie sind ein Zeichen, dass du ehrlicher und erwachsener wirst – zu dir und zum anderen.
Wenn du Single bist oder ohne Partnerschaft feierst
Vielleicht lebst du allein, bist getrennt, verwitwet oder gerade nicht in einer Partnerschaft.
Die Feiertage können dann besonders weh tun – weil viele Bilder im Außen Paar- und Familienidylle zeigen.
Wichtige Erinnerung:
Nähe ist nicht nur romantische Partnerschaft.
Du kannst Nähe erleben:
- in Freundschaften
- mit Kindern, Enkelkindern, Geschwistern, Nachbarn
- in einem Gespräch mit jemandem, der wirklich zuhört
- in Körpernähe zu dir selbst: ein warmes Bad, dich eincremen, dich achtsam berühren
- in Verbundenheit mit einer Gruppe (online oder offline), z. B. anderen Frauen
Vielleicht magst du dir bewusst Nähe-Momente organisieren:
- einen Spaziergang mit einer Freundin
- ein Telefonat mit jemandem, der dich versteht
- einen Abend, an dem du es dir für dich richtig schön machst, als wärst du dein eigener Gast: gutes Essen, schöne Musik, Kerzen
Du bist nicht „weniger vollkommen“, weil du gerade kein Paar bist.
Dein Bedürfnis nach Nähe ist genauso wichtig und berechtigt.
Kleine Übung: Deine Nähe-Wunschliste für die Festtage
Nimm dir ein Blatt und schreibe oben:
„Welche Formen von Nähe würden mir in den nächsten Tagen guttun?“
Unterteile in:
- Mit mir selbst
- Mit Partner*in (falls vorhanden)
- Mit anderen Menschen (Freundinnen, Familie, etc.)
Schreib darunter:
- 2–3 Dinge, die du dir realistisch vorstellen kannst
- z. B. „mit mir selbst: heißes Bad, mich eincremen, bewusst atmen“
- „mit Partner*in: Spaziergang Hand in Hand; ehrlich sagen, wie es mir geht“
- „mit anderen: Kaffee mit Freundin; Spaziergang mit Schwester“
Und dann überlege:
„Was davon kann ich konkret einplanen – und was muss ich dazu sagen oder organisieren?“
Mach daraus keine weitere To-do-Liste – eher eine Einladung an dich selbst.
Was dir rund um Nähe und Partnerschaft helfen kann, nicht in alten Mustern zu landen
Gerade zwischen den Jahren können alte Muster sehr stark werden:
- alles mitmachen, um keinen Streit zu riskieren
- sexuelle Nähe zulassen, obwohl dein Körper Nein sagt
- Nähe abblocken, obwohl du dich eigentlich danach sehnst
Stell dir ein paar Kontrollfragen:
- Bin ich gerade verbunden mit mir – oder bin ich im Autopiloten?
- Mache ich das aus echtem Wunsch – oder aus Pflichtgefühl/Angst?
- Wie wird es mir danach gehen – genährt oder leer?
Wenn du merkst, dass dein Körper innerlich zusammenzuckt, ist das ein Signal.
Du darfst es ernst nehmen.
Du musst Partnerschaft & Nähe nicht allein neu sortieren
Vielleicht spürst du beim Lesen:
- In deiner Beziehung liegen Themen, die du schon lange vor dir herschiebst.
- Deine Lust hat sich verändert, und du weißt nicht, wie du darüber sprechen sollst.
- Du fühlst dich in deiner Rolle als Partnerin nicht mehr wohl – und gleichzeitig hast du Angst vor Veränderung.
Oder:
- Du bist allein – und schwankst zwischen „Ich genieße meine Freiheit“ und „Ich sehne mich nach einer echten Verbindung“.
In meinem Coachingprogramm für Frauen in den Wechseljahren ist genau dafür Raum:
- für deine Fragen rund um Liebe, Sexualität, Körperbild und Nähe
- für deinen Wunsch nach ehrlicher, erwachsener Partnerschaft – mit dir selbst und anderen
- für neue Wege, Nähe zu leben, die zu deinem Körper und deiner Lebensphase passen
Du musst nicht weiter alleine grübeln.
Du darfst dir Unterstützung holen – gerade jetzt, in dieser Zeit zwischen den Jahren.
Im nächsten Beitrag schauen wir genau auf diese Tage:
„Zwischen den Jahren – 7 Mini-Rituale, um bei dir anzukommen“ – damit du das alte Jahr bewusst ausklingen lassen und dich sanft ins neue hinüberbegleiten kannst.
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