Dein 15-Minuten-Check-In: Schlaf, Stress, Symptome, Stimmung – wo stehst du wirklich?

Wenn wir etwas verändern wollen, brauchen wir nicht zuerst Disziplin.
Wir brauchen zuerst Klarheit.

Und Klarheit entsteht nicht durch „Ich müsste…“, sondern durch einen ehrlichen, freundlichen Blick:
Wo stehe ich gerade – wirklich?

Gerade in den Wechseljahren ist das Gold wert. Denn dein Körper reagiert heute anders als früher. Symptome kommen in Wellen. Schlaf ist mal okay, mal eine Katastrophe. Stimmung kann kippen, ohne dass „etwas passiert ist“. Und wenn du dann versuchst, mit alten Regeln zu arbeiten („mehr zusammenreißen“), fühlst du dich schnell falsch.

Bist du nicht.
Du bist in einer Phase, in der dein System neue Führung braucht – und das beginnt mit einem Check-in, der dich nicht bewertet, sondern orientiert.

Willkommen zu deinem 15-Minuten-Check-in. Das ist kein Kontroll-Tool. Es ist ein Kompass.


Warum ein Check-in in den Wechseljahren so viel verändert

Viele Frauen in der Perimenopause/Menopause haben das Gefühl:
„Ich weiß gar nicht mehr, was mein Körper braucht.“

Das liegt nicht daran, dass du es „nicht hinbekommst“. Sondern daran, dass sich mehrere Faktoren überlagern:

  • Hormonschwankungen beeinflussen Schlaf, Temperaturregulation, Stimmung, Energie
  • Stress verstärkt Symptome (und Symptome verstärken Stress – ein Klassiker)
  • Ernährung, Alkohol, Bewegung, Zyklusveränderungen, Lebensphase (Job, Kinder, Eltern) spielen gleichzeitig rein

Wenn du das alles nur „im Kopf“ sortieren willst, wird es diffus.

Ein Check-in macht es sichtbar. Und sichtbar heißt:
Du kannst wieder steuern.


So funktioniert dein 15-Minuten-Check-in (wirklich alltagstauglich)

Du brauchst:

  • Papier/Journal oder Notizen-App
  • einen Stift
  • 15 Minuten ungestörte Zeit (ja: 15 reichen)

Schritt 1 (3 Minuten): Werte dich auf einer Skala ein

Gib jeder Kategorie heute eine Zahl von 0–10. Nicht nach „wie es sein sollte“, sondern wie es jetzt ist.

BereichFrage010
SchlafWie erholt fühle ich mich?völlig fertigsehr erholt
EnergieWie voll ist mein Akku?leervoll
StressWie angespannt ist mein System?ruhigmaximal angespannt
StimmungWie stabil/leicht ist es emotional?sehr schwerleicht/stabil

Wichtig: Es gibt keine „guten“ oder „schlechten“ Werte. Es sind Daten. Mehr nicht.


Schritt 2 (7 Minuten): Deine 3-Sätze-Klarheit

Schreib diese drei Sätze zu Ende:

  1. Heute spüre ich vor allem …
    (z. B. innere Unruhe, Hitzewallungen, Kopfschmerz, Heißhunger, Traurigkeit, Brain Fog)
  2. Ich vermute, das hängt zusammen mit …
    (z. B. spätes Essen, Alkohol, zu wenig Protein, Konflikt, zu viel Bildschirm, Zyklusphase, zu wenig Bewegung, zu wenig Pause)
  3. Was würde mir heute wirklich helfen, wäre …
    (z. B. früher ins Bett + Abendroutine, warmes Proteinfrühstück, 10 Minuten Spazieren, 5 Atemzüge, Nein sagen, Wasser, Magnesium – was auch immer realistisch ist)

Du wirst merken: Schon diese drei Sätze bringen dich raus aus „Ich bin ausgeliefert“ – rein in „Ich kann reagieren“.


Schritt 3 (5 Minuten): Dein Fokus für die Woche – EIN Thema

Jetzt kommt der Teil, der 2026 anders macht als „Vorsätze“:

Wähle eine Sache, die du in den nächsten 7 Tagen stärken willst. Nur eine.

Nutze dazu diese einfache Regel:

  • Wenn Schlaf ≤ 4, ist dein Fokus: Schlaf stabilisieren
  • Wenn Stress ≥ 7, ist dein Fokus: Nervensystem beruhigen
  • Wenn Energie ≤ 4, ist dein Fokus: Blutzucker/Protein + Tageslicht/Bewegung
  • Wenn Stimmung ≤ 4, ist dein Fokus: Entlastung + Verbindung + weniger Perfektion

Dann schreibe deinen Satz:

„Diese Woche kümmere ich mich vor allem um ____.“

Beispiele:

  • „… meinen Schlaf (ein fester Abendanker).“
  • „… mein Nervensystem (kurze Pausen statt Durchziehen).“
  • „… meine Energie (Protein am Morgen + 10 Minuten raus).“

Dein Mini-Plan: Wenn–Dann (damit es wirklich passiert)

Mach es dir leicht. Formuliere eine winzige Umsetzung als Wenn–Dann-Regel:

  • Wenn ich morgens Kaffee will, dann esse ich vorher 10–20g Protein.
  • Wenn ich mich abends erschöpft aufs Sofa fallen lasse, dann mache ich vorher 2 Minuten „Runterfahren“ (Atmen/Stretch).
  • Wenn ich mittags Heißhunger bekomme, dann checke ich: „Habe ich heute genug gegessen/getrunken/Pausesignal ignoriert?“

Das ist nicht kleinlich – das ist klug. Denn in den Wechseljahren gewinnt das System, nicht der Wille.


Was du aus deinem Check-in ablesen kannst (ohne dich zu verunsichern)

Ein einzelner Tag ist nur ein Moment. Spannend wird es, wenn du 3–7 Tage sammelst.

Achte auf diese Muster:

  • Schlaf schlecht + Stress hoch → Nervensystem braucht Beruhigung (weniger „Push“, mehr „Pause“)
  • Energie niedrig + Heißhunger → oft Blutzucker/Protein-Thema (nicht „Charakterschwäche“)
  • Stimmung schwankt + innerer Druck → häufig zu viele Anforderungen, zu wenig Raum
  • Hitzewallungen stärker → oft Trigger wie Alkohol, scharfes Essen, Stress, wenig Schlaf (bei manchen Frauen)

Du musst nicht alles auf einmal lösen. Du musst es nur erkennen – und dann freundlich reagieren.


Dein Abschluss (30 Sekunden): Ein Satz Selbstmitgefühl

Zum Schluss schreibe einen Satz, der dich nicht antreibt, sondern begleitet:

  • „Ich mache das Schritt für Schritt.“
  • „Ich muss nicht perfekt starten.“
  • „Heute ist ein Datentag, kein Bewertungstag.“
  • „Mein Körper kommuniziert – ich höre zu.“

Das ist nicht „nett“. Das ist nervensystemfreundlich. Und es ist die Grundlage dafür, dass Veränderung hält.


Ausblick: Nächster Beitrag am Mittwoch

Am Mi, 07.01. geht’s weiter mit:
„Dein Jahresmotto in Aktion: So wird ein Wort zu einer täglichen Entscheidung“
Denn Klarheit ist der Anfang – und dann braucht es eine Richtung, die dich nicht stresst.


Kleiner Hinweis

Dieser Blog ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn Beschwerden stark, neu oder beängstigend sind, lass sie bitte ärztlich abklären. Die Übungen hier sind Impulse zur Unterstützung – keine Diagnose oder Therapie.



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