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Regeneration ist weiblich: Warum „mehr machen“ dich nicht weiterbringt (und was stattdessen hilft)
Wenn du in den Wechseljahren etwas verändern willst – Schlaf, Energie, Gewicht, Stimmung – kommt schnell dieser Impuls:
„Dann muss ich mehr machen.“
Mehr Sport. Mehr Disziplin. Mehr Kontrolle. Mehr „durchziehen“.
Und manchmal klappt das kurz.
Aber häufig passiert danach das Gegenteil: Du wirst müder, gereizter, unruhiger. Schlaf wird schlechter. Heißhunger steigt. Symptome nehmen zu.
Warum?
Weil dein Körper in dieser Lebensphase nicht nur Training braucht.
Er braucht vor allem: Regeneration.
Und Regeneration ist nicht „Pause, weil ich schwach bin“.
Regeneration ist die Phase, in der dein Körper überhaupt erst aufbaut, reguliert und stabil wird.
In den Wechseljahren gilt oft:
Mehr machen bringt weniger, wenn du nicht besser erholst.
Regeneration ist kein Luxus – sie ist Biologie
Viele Frauen sind im „Dauer-On“-Modus: Job, Familie, Verantwortung, mental load.
Und genau dieser Modus ist in der Perimenopause/Menopause besonders „teuer“.
Denn wenn Stress hoch ist, steigt bei vielen Frauen das innere Grundrauschen.
Das Nervensystem bleibt aktiver, und das kann sich zeigen als:
- schlechterer Schlaf / nächtliches Aufwachen
- mehr Hitzewellen
- innere Unruhe oder Herzklopfen
- Stimmungsschwankungen
- Heißhunger (besonders auf Zucker)
- weniger Trainingsfortschritt
Regeneration ist deshalb kein „Nice-to-have“.
Sie ist ein Symptom-Regler.
Der häufigste Denkfehler: Regeneration = nichts tun
Viele haben bei „Regeneration“ sofort ein Bild von: Sofa, Netflix, liegen.
Das kann auch mal okay sein – aber echte Regeneration ist oft aktiver und klüger.
Es gibt 3 Arten von Regeneration:
- Körperliche Regeneration (Muskeln, Gelenke, Nervensystem)
- Mentale Regeneration (Kopf entlasten)
- Emotionale Regeneration (Beziehung zu dir, Grenzen, Druck raus)
Wenn du nur eine davon ignorierst, spürst du es trotzdem.
Was statt „mehr machen“ wirklich hilft
1) Die 70%-Regel (die dich weiterbringt als Perfektion)
In den Wechseljahren ist „zu viel“ oft der Trigger.
Darum ist eine starke Regel:
Mach nur 70% – aber regelmäßig.
70% Training. 70% To-do-Liste. 70% Perfektion.
Das ist nicht weniger ambitioniert.
Das ist strategisch.
Denn dein System bleibt dadurch stabil. Und Stabilität ist der Nährboden für Fortschritt.
2) Regenerations-Anker statt „Rest Day“
Viele machen „Rest Day“ wie einen Ausfalltag – und fühlen sich schlecht dabei.
Besser ist ein Regenerations-Anker: ein kleines Ritual, das deinem Körper zeigt:
„Wir bauen jetzt auf.“
Beispiele (10–20 Minuten):
- Mobility/Dehnen
- Spaziergang in ruhigem Tempo
- Wärme: Dusche, Fußbad, Wärmflasche
- Atem + Beine hoch (2–5 Minuten)
- sanftes Yoga
- früh ins Bett + Abendanker
Diese Dinge zählen. Sie sind keine „Notlösung“. Sie sind Teil des Plans.
3) Nervensystem-Regeneration: der unsichtbare Gamechanger
Viele Wechseljahresbeschwerden werden stärker, wenn das Nervensystem im Alarm ist.
Du brauchst nicht „mehr Willenskraft“.
Du brauchst öfter einen Wechsel in den Ruhemodus.
Die 2-Minuten-Regel:
2 Minuten, in denen du deinem Körper signalisierst: „Gefahr vorbei.“
- 5 Atemzüge, länger aus als ein
- Schultern bewusst sinken lassen
- Blick in die Ferne
- Hand auf Brust/Bauch
Mach das 1–3x am Tag.
Es ist klein – und genau deshalb wirksam.
4) Schlaf-Regeneration: nicht nur länger, sondern besser vorbereitet
Wenn du abends „zu spät zu viel“ machst (Arbeit, Handy, Gespräche, Essen), ist dein Körper oft nicht bereit zu schlafen.
Du brauchst keinen perfekten Schlafplan.
Du brauchst ein Runterfahr-Signal.
Dein Minimal-Schlafanker (10 Minuten):
- Licht dimmen
- Bildschirm weg
- Tee / Lesen / Dehnen
- „Gedanken parken“: 3 Stichpunkte aufschreiben
Wenn du das 3–4 Abende pro Woche schaffst, ist das bereits eine echte Veränderung.
5) Trainings-Regeneration: weniger ist manchmal mehr
Wenn du gerade Krafttraining etablierst (wie im letzten Beitrag), gilt:
- Muskeln wachsen nicht im Training, sondern danach.
- Wenn du nie erholst, wird dein Training zur zusätzlichen Stressquelle.
Ein guter Rhythmus für viele Frauen in den Wechseljahren:
- 2x Kraft pro Woche
- 1–3x leichte Bewegung (Spaziergang, Mobility)
- 1–2 echte Regenerationsanker
Das ist nicht „zu wenig“.
Das ist nachhaltig.
Mini-Übung: Dein persönlicher Regenerationsplan (5 Minuten)
Schreib dir drei Dinge auf:
- Mein Regenerations-Anker (10–20 Minuten) ist: ____
- Meine 2-Minuten-Nervensystem-Pause mache ich: ____ (z. B. nach dem Mittagessen)
- Diese Woche entlaste ich mich hier: ____ (eine Aufgabe/Termin/Perfektionspunkt)
Und dann: Setz direkt einen Termin dafür.
Regeneration ist sonst das Erste, was wieder wegfällt.
Ein Satz, der 2026 verändern kann
Wenn du heute nur einen Satz mitnimmst, dann diesen:
Ich muss nicht mehr machen. Ich muss besser aufbauen.
Du bist nicht faul.
Du bist nicht „zu empfindlich“.
Du bist in einer Phase, in der dein Körper dich auffordert, klüger zu leben.
Regeneration ist keine Pause vom Leben.
Sie ist der Weg, wie du dir dein Leben zurückholst.
Ausblick: Montag geht’s um Selbstbild
Am Mo, 26.01. kommt:
„Selbstbild 2026: Du bist nicht ‚weniger‘ – du wirst neu. So beginnst du, dich umzuschreiben.“
Denn Regeneration beginnt nicht nur im Körper – sondern auch darin, wie du mit dir sprichst.
Kleiner Hinweis
Dieser Blog ersetzt keine medizinische Beratung. Bei starken oder neuen Beschwerden bitte ärztlich abklären. Die Inhalte sind Impulse zur Unterstützung.
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