Sanfte Kraft: 3 Mikro-Kraftworkouts (10 Minuten) für Muskeln, Haltung und Selbstwirksamkeit

Wenn du bei „Krafttraining“ sofort denkst an:
Hanteln, Fitnessstudio, Muskelkater, Leistung – dann atme einmal kurz durch.

In den Wechseljahren brauchen wir Krafttraining nicht als „Sportprogramm“.
Wir brauchen es als Körper-Schutzschild.

Muskeln sind in der Perimenopause/Menopause ein echter Gamechanger, weil sie:

  • den Stoffwechsel unterstützen
  • Blutzucker stabilisieren
  • Rücken/Haltung stärken
  • Knochen entlasten
  • Energie und Selbstwirksamkeit erhöhen

Und das Beste: Du musst nicht 60 Minuten trainieren.
Du brauchst nur etwas, das du wirklich regelmäßig machst.

Deshalb bekommst du heute 3 Mikro-Kraftworkouts (10 Minuten).
Kein Perfektionismus. Kein „alles oder nichts“. Nur ein kurzer Impuls, der deinen Körper erinnert:
„Ich bin stark. Ich baue auf.“


Vorab: So nutzt du die Mikro-Workouts

  • 2–3x pro Woche ist ideal
  • Du kannst sie abwechseln oder ein Lieblings-Workout wählen
  • Du brauchst: eine Wand, einen Stuhl, ggf. ein Theraband oder zwei Wasserflaschen
  • Trainiere in einem Tempo, bei dem du dich sicher fühlst

Wichtig (Sicherheit)

Wenn du Schmerzen hast (nicht „Anstrengung“, sondern Schmerz), pausiere/vereinfach die Übung. Bei gesundheitlichen Einschränkungen klär das Training bitte ärztlich oder physiotherapeutisch ab.


Mikro-Workout 1: „Beine & Po“ (Stoffwechsel + Stabilität)

Dauer: 10 Minuten
Ziel: große Muskelgruppen aktivieren (Beine/Po) = maximaler Effekt

1) Stuhl-Kniebeuge (Sit-to-Stand) – 3 Minuten

  • Setz dich langsam auf einen Stuhl und steh wieder auf
  • Hände gerne auf dem Tisch/Stuhl zur Unterstützung
  • Tempo: kontrolliert

Intervall: 30 Sekunden arbeiten / 30 Sekunden Pause × 3 Runden

2) Glute Bridge (Hüftheben) – 3 Minuten

  • Rückenlage, Füße aufgestellt, Po heben/senken
  • Fokus: Po anspannen oben kurz halten

Intervall: 30/30 × 3 Runden

3) Wandsitz oder Halbe Kniebeuge halten – 2 Minuten

  • Rücken an die Wand, Knie leicht gebeugt (oder nur minimal, wenn’s zu intensiv ist)

Intervall: 20 Sekunden halten / 20 Sekunden Pause × 3

4) 2 Minuten Cooldown

  • lockeres Ausschütteln
  • Waden/Oberschenkel dehnen
  • 5 tiefe Atemzüge

Warum das wirkt:
Beine/Po sind große Muskeln. Wenn du sie trainierst, tust du deinem Stoffwechsel und deiner Stabilität besonders viel Gutes.


Mikro-Workout 2: „Rücken & Haltung“ (für weniger Verspannung + mehr Kraftgefühl)

Dauer: 10 Minuten
Ziel: „Aufrichtung“ – super bei Schreibtisch, Nacken, Schulterstress

1) Rudern mit Band oder Handtuch – 3 Minuten

  • Theraband um Türgriff / stabilen Punkt oder Handtuch straff ziehen
  • Ellbogen nach hinten, Schulterblätter zusammen

Intervall: 30/30 × 3

2) Wandliegestütz – 3 Minuten

  • Hände an die Wand, Körper schräg, kontrolliert beugen/strecken
  • Je weiter weg die Füße, desto intensiver

Intervall: 30/30 × 3

3) „Y-T-W“ an der Wand (Schulterblatt-Muskeln) – 2 Minuten

  • Rücken an die Wand, Arme formen Y → T → W (langsam)
  • Qualität statt Tempo

4) 2 Minuten Cooldown

  • Brust öffnen (Arme hinter dem Rücken)
  • Nacken locker kreisen
  • 5 tiefe Atemzüge

Warum das wirkt:
Viele Wechseljahresbeschwerden fühlen sich durch Stress „körperlicher“ an (Verspannung, Kopfdruck, Nacken). Rückenarbeit ist wie ein Reset: Du richtest dich auf – innerlich und äußerlich.


Mikro-Workout 3: „Core & Balance“ (Bauchgefühl, Beckenboden, Stabilität)

Dauer: 10 Minuten
Ziel: Körpermitte stabilisieren – ohne Crunches und ohne Druck

1) Dead Bug (oder vereinfachte Variante) – 3 Minuten

  • Rückenlage, Knie 90°, abwechselnd Bein strecken (nur so weit, wie der Rücken stabil bleibt)
  • Wenn’s zu schwer ist: nur die Fersen tippen

Intervall: 30/30 × 3

2) Bird Dog (Vierfüßler) – 3 Minuten

  • diagonal Arm/Bein strecken, langsam zurück
  • Fokus: stabiler Rumpf, kein Hohlkreuz

Intervall: 30/30 × 3

3) Seitstütz light (Knie am Boden) – 2 Minuten

  • 20 Sekunden halten / 20 Pause × 3
  • Alternative: Seitenlage + Hüfte leicht anheben

4) 2 Minuten Cooldown

  • Katze-Kuh (Wirbelsäule mobilisieren)
  • 5 ruhige Atemzüge in den Bauch/Flanken

Warum das wirkt:
Eine stabile Mitte bedeutet nicht „Bauch weg“. Sie bedeutet: weniger Rückenschmerz, bessere Haltung, mehr Körperspannung – und oft ein ganz neues Körpergefühl.


Wie du das in deinen Alltag bekommst (ohne dass es wieder verschwindet)

Der Trick ist nicht Motivation. Der Trick ist ein Trigger.

Wähle einen davon:

  • nach dem Zähneputzen morgens → 10 Minuten Workout
  • vor dem Duschen → 10 Minuten Workout
  • nach dem Feierabend → 10 Minuten Workout
  • während Pasta kocht → 10 Minuten Workout (ja, wirklich)

Und ganz wichtig:

Wenn du keine 10 Minuten schaffst: mach 5.

Konstanz schlägt Perfektion.


Mini-Plan für diese Woche

Wähle jetzt:

  • Workout A (Liebling): ____
  • 2 Tage, an denen du es machst: ____ und ____
  • Dein Trigger: ____ (z. B. „vor dem Duschen“)

Schreib’s dir auf. Nicht im Kopf behalten.
Das ist der Unterschied zwischen „ich wollte“ und „ich habe“.


Ausblick: Freitag geht’s um Regeneration

Am Fr, 23.01. kommt:
„Regeneration ist weiblich: Warum ‚mehr machen‘ dich nicht weiterbringt (und was stattdessen hilft)“

Denn Kraft wirkt nur, wenn dein Körper auch Zeit hat, sie aufzubauen.


Kleiner Hinweis

Dieser Blog ersetzt keine medizinische Beratung. Bei starken Beschwerden oder Einschränkungen bitte ärztlich abklären. Die Inhalte sind Impulse zur Unterstützung.



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