Folge mir auf:
Selbstbild 2026: Du bist nicht „weniger“ – du wirst neu. So beginnst du, dich umzuschreiben.
Vielleicht ist das das Unterschätzteste an den Wechseljahren:
Nicht nur dein Körper verändert sich.
Dein Selbstbild verändert sich mit.
Viele Frauen sagen Dinge wie:
- „Ich erkenne mich manchmal nicht wieder.“
- „Ich war früher belastbarer.“
- „Ich fühle mich… anders.“
- „Mein Körper ist nicht mehr mein Freund.“
- „Ich werde unsichtbar.“
Und dann passiert etwas, das leise, aber mächtig ist:
Du beginnst, dich innerlich kleiner zu machen. Kritischer. Strenger. Misstrauischer dir selbst gegenüber.
Heute möchte ich dir einen Perspektivwechsel anbieten, der 2026 wirklich verändern kann:
Du bist nicht „weniger“.
Du wirst neu.
Nicht „neu“ im Sinne von „wieder wie früher“.
Sondern neu im Sinne von: reifer, klarer, echter, selbstgeführter.
Und ja: Das geht. Schritt für Schritt.
Mit etwas, das ich „Umschreiben“ nenne.
Warum das Selbstbild in den Wechseljahren wackeln kann
Unser Selbstbild entsteht aus Wiederholung:
„So bin ich.“ „So funktioniere ich.“ „Das kann ich.“
Wenn dann plötzlich Dinge nicht mehr passen – Schlaf, Energie, Stimmung, Körperform, Libido, Geduld – interpretiert das Gehirn das oft nicht als „Phase“, sondern als:
- „Ich verliere etwas.“
- „Ich werde schlechter.“
- „Ich bin falsch.“
Dabei ist es häufig eher so:
Dein Körper verlangt neue Bedingungen. Und du lernst gerade eine neue Art von Führung.
Das ist nicht Abbau.
Das ist Entwicklung.
Der wichtigste Schritt: Erkenne deine innere Erzählung
Bevor du dich „umschreiben“ kannst, musst du hören, was gerade geschrieben wird.
Nimm dir kurz Zeit und ergänze diesen Satz ehrlich:
„In letzter Zeit erzähle ich mir oft, dass ich …“
Beispiele:
- „… schwächer bin.“
- „… nicht mehr attraktiv bin.“
- „… mich nicht mehr im Griff habe.“
- „… mich mehr anstrengen muss.“
- „… nicht mehr so wichtig bin.“
Das tut kurz weh. Aber es ist befreiend.
Denn was du benennen kannst, kannst du verändern.
Umschreiben heißt nicht: Schönreden
Es heißt: Wahrheit + Würde.
Nicht: „Alles ist super.“
Sondern: „Es ist herausfordernd – und ich begleite mich darin gut.“
Das ist eine komplett andere Energie.
3 Schritte, um dein Selbstbild 2026 neu zu schreiben
Schritt 1: Ersetze „Bewertung“ durch „Beobachtung“
Bewertung klingt so:
- „Ich bin so empfindlich.“
- „Ich kriege nichts mehr hin.“
- „Ich bin nur noch müde.“
Beobachtung klingt so:
- „Mein System ist gerade sensibler.“
- „Ich habe heute wenig Kapazität.“
- „Mein Schlaf war schlecht, deshalb ist alles schwerer.“
Beobachtung ist nicht kalt – sie ist fair.
Und sie nimmt den Druck raus.
Mini-Übung (30 Sekunden):
Nimm einen Satz, den du oft denkst, und formuliere ihn als Beobachtung um.
Schritt 2: Baue Identität über Handlungen, nicht über Gefühle
In den Wechseljahren fühlen sich viele Frauen „nicht wie sie selbst“, weil Gefühle schwanken.
Darum: Bau dein Selbstbild über kleine Handlungen.
Das ist der Satz dahinter:
„Ich bin die Frau, die sich führt – auch wenn es wackelt.“
Beispiele für identitätsstärkende Mini-Handlungen:
- Ich esse Protein, auch wenn ich keine Lust habe.
- Ich mache 10 Minuten Bewegung, auch wenn ich müde bin.
- Ich mache eine Pause, bevor ich reagiere.
- Ich sage Nein, wenn ich überfordert bin.
- Ich rede freundlich mit mir.
Du siehst: Das sind keine großen Ziele.
Das sind Entscheidungen.
Schritt 3: Erstelle deinen „2026-Satz“
Das ist dein neuer innerer Leittext. Nicht als Affirmations-Kitsch, sondern als klare Selbstführung.
Bau ihn so:
„2026 bin ich die Frau, die ____ , auch wenn ____.“
Beispiele:
- „… gut für sich sorgt, auch wenn es unbequem ist.“
- „… Grenzen setzt, auch wenn andere kurz enttäuscht sind.“
- „… ihren Körper unterstützt, auch wenn er sich verändert.“
- „… sanft startet, auch wenn sie früher härter war.“
- „… sich ernst nimmt, auch wenn sie gelernt hat, es allen recht zu machen.“
Schreib ihn auf. Sichtbar. Nicht nur im Kopf.
Das Selbstbild-Killer-Trio (und was du stattdessen tust)
1) Vergleichen
„Andere kriegen das besser hin.“
Stattdessen: „Ich bin auf meinem Weg, mit meinem Körper.“
2) Perfektionsdruck
„Wenn ich es nicht richtig mache, lasse ich’s.“
Stattdessen: „Ich mache es klein und konstant.“
3) Selbstkritik
„Ich bin zu…“
Stattdessen: „Ich lerne gerade.“
Das ist nicht weichgespült.
Das ist psychologisch klug.
Mini-Übung für heute: Dein Umschreiben in 5 Minuten
Nimm ein Blatt und schreibe:
- Alter Satz: „Ich bin ____.“
- Beobachtung: „Gerade ist ____.“
- Neue Entscheidung: „Heute entscheide ich mich für ____.“
- 2026-Satz: „2026 bin ich die Frau, die ____ , auch wenn ____.“
Wenn du das nur einmal machst, passiert etwas:
Du nimmst wieder das Steuer in die Hand.
Ausblick: Mittwoch geht’s um Nähe & Beziehung
Am Mi, 28.01. kommt:
„Nähe & Partnerschaft im neuen Jahr: 10 Sätze für ein Gespräch, das wirklich verbindet“
Denn dein Selbstbild prägt auch, wie du dich zeigst – und was du dir erlaubst.
Kleiner Hinweis
Dieser Blog ersetzt keine medizinische Beratung. Bei starken, neuen oder beängstigenden Beschwerden bitte ärztlich abklären. Die Inhalte sind Impulse zur Unterstützung.
Möchtest du regelmäßig mehr Tips als Inspiration, Wissen und Unterstützung für deine federleichte Reise durch die Wechseljahre? Direkt in dein Postfach?
Dann melde dich doch gleich für den Newsletter an. Mein Newsletter ist für alle Frauen, die informiert, inspiriert und gestärkt durch diese Lebensphase gehen möchten.
Das erwartet dich im Newsletter:
- Neue Blogartikel zu Themen wie Hormone, Ernährung, Bewegung, Mindset und Selbstfürsorge
- Impulse für mehr Lebensfreude, Klarheit und innere Balance
- Tipps aus meinem Coaching-Alltag – ganz praktisch und direkt umsetzbar
- Aktuelle Hinweise zu Workshops, Kursen und Veranstaltungen
- Exklusive Inhalte nur für Newsletter-Abonnentinnen
Du bist nicht allein – ich begleite dich.
📩 Anmeldung zum Balance4Women Newsletter
