Wenn du dich selbst enttäuscht hast: Wie Selbstmitgefühl nach Rückschlägen funktioniert

Es gibt diese Momente, in denen wir nicht nur von außen frustriert sind – sondern von uns selbst. Weil wir etwas wieder nicht geschafft haben. Weil wir in ein altes Muster gefallen sind. Weil wir etwas gesagt oder nicht gesagt haben. Weil wir uns vorgenommen hatten, anders zu handeln. Und dann kommt sie: die Enttäuschung über sich selbst. 💛

Gerade in solchen Momenten zeigt sich, wie stabil deine Beziehung zu dir wirklich ist. Denn viele Frauen können mit sich gut sein, solange es läuft. Aber wenn etwas schiefgeht, wird der innere Ton hart, strafend oder kalt. Genau dann braucht es Selbstmitgefühl nicht als Kuschelvariante – sondern als Halt.

Selbstmitgefühl heißt nicht, alles okay zu finden

Es heißt nicht, Fehler schönzureden oder Verantwortung zu vermeiden. Es heißt, dir in einem schwierigen Moment nicht zusätzlich weh zu tun. Du kannst etwas bereuen und dir trotzdem menschlich begegnen. Du kannst erkennen, dass etwas nicht gut lief – ohne dich innerlich zu zerlegen.

Was nach Rückschlägen oft passiert

  • Du generalisierst: ‚Ich kriege es nie hin.‘
  • Du machst aus einem Verhalten eine Identität: ‚Ich bin einfach so.‘
  • Du entziehst dir innerlich Wärme genau dann, wenn du sie am meisten bräuchtest.

Ein anderer Umgang mit Enttäuschung

Frag dich statt ‚Was stimmt nicht mit mir?‘ lieber: Was war in diesem Moment los? War ich erschöpft, getriggert, überfordert, allein, angespannt? Diese Frage entschuldigt nicht alles – aber sie bringt Kontext hinein. Und Kontext macht Veränderung möglich.

Selbstmitgefühl beginnt oft mit einem einzigen Perspektivwechsel: von Urteil zu Interesse. Nicht: ‚Warum bin ich so?‘ Sondern: ‚Was hat mich da gerade getragen oder gefehlt?‘ ✨

Die drei Schritte nach einem Rückschlag

  • Benennen: Was genau ist passiert – ohne Drama, aber klar.
  • Einordnen: Was hat dazu beigetragen?
  • Begleiten: Was brauche ich jetzt, um nicht im Selbstangriff hängen zu bleiben?

Mini-Übung: Der Satz für danach

Schreib dir heute einen Satz auf, den du beim nächsten Rückschlag bewusst statt Selbstkritik nutzen willst. Zum Beispiel: ‚Das war nicht ideal – und ich darf trotzdem freundlich mit mir bleiben.‘ Oder: ‚Ich bin nicht gescheitert, ich bin gerade gefordert.‘

Lies diesen Satz nicht erst, wenn du ihn ‚verdient‘ hast. Sondern genau dann, wenn du meinst, ihn nicht zu verdienen. Das ist oft der wirksamste Moment. 🌷

Wenn du nur einen Satz mitnimmst: Selbstmitgefühl zeigt sich nicht darin, wie du mit dir bist, wenn alles gut läuft – sondern wenn du dich selbst enttäuscht hast.

Kleiner Hinweis

Dieser Blog ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn du starke seelische Belastung, anhaltende Niedergeschlagenheit oder das Gefühl hast, alleine nicht gut aus belastenden Gedanken herauszufinden, hol dir bitte ärztliche oder therapeutische Unterstützung. Die Impulse hier dienen der Begleitung – keine Diagnose oder Therapie.



Möchtest du regelmäßig mehr Tips als Inspiration, Wissen und Unterstützung für deine federleichte Reise durch die Wechseljahre? Direkt in dein Postfach?
Dann melde dich doch gleich für den Newsletter an. Mein Newsletter ist für alle Frauen, die informiert, inspiriert und gestärkt durch diese Lebensphase gehen möchten.

Das erwartet dich im Newsletter:

  • Neue Blogartikel zu Themen wie Hormone, Ernährung, Bewegung, Mindset und Selbstfürsorge
  • Impulse für mehr Lebensfreude, Klarheit und innere Balance
  • Tipps aus meinem Coaching-Alltag – ganz praktisch und direkt umsetzbar
  • Aktuelle Hinweise zu Workshops, Kursen und Veranstaltungen
  • Exklusive Inhalte nur für Newsletter-Abonnentinnen

Du bist nicht allein – ich begleite dich.

📩 Anmeldung zum Balance4Women Newsletter

×