Stammtisch am 10.3.26: Stark durch die Wechseljahre – Hormone & Bewegung

Manchmal fühlt es sich in den Wechseljahren an, als hätte jemand heimlich an allen Reglern gedreht: Schlaf schlechter, Stimmung wackeliger, Energie mal da – mal weg, der Körper reagiert plötzlich „anders“ als früher. Und dann kommt schnell die Frage:

Liegt das wirklich an Hormonen? Und wenn ja: Was kann ich aktiv tun – ohne Druck, aber mit Wirkung? 😊

Genau darum geht’s bei unserem nächsten Balance4Women Stammtisch am Dienstag, 10. März 2026.

Worum geht es an diesem Abend?

Wir nehmen zwei große Hebel in den Blick:

  1. Hormone verstehen: Welche Hormone spielen in den Wechseljahren die Hauptrolle – und welche Symptome hängen oft damit zusammen?
  2. Bewegung nutzen: Wie kann Sport (richtig dosiert!) deine Hormonlage, Stressregulation, Schlaf und dein Körpergefühl positiv beeinflussen?

Und ja: Wir sprechen auch über HET (Hormonersatztherapie)pro & contra, ohne Ideologie, dafür mit Klarheit und Raum für deine Fragen.


Welche Hormone sind „hauptverantwortlich“? (Kurz & verständlich)

In den Wechseljahren verändern sich mehrere Systeme gleichzeitig. Besonders im Fokus:

  • Östrogen (v. a. Estradiol): Wenn es schwankt und sinkt, können z. B. Hitzewallungen, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, trockene Schleimhäute und Veränderungen an Haut/Gewebe zunehmen.
  • Progesteron: Sinkt oft früher – viele spüren das über Schlaf, innere Unruhe, „Watte im Kopf“, PMS-ähnliche Muster in der Perimenopause. (Symptome sind individuell.)
  • Testosteron (ja, auch bei Frauen!): Kann Einfluss haben auf Antrieb, Libido, Muskelaufbau (ebenfalls individuell).
  • FSH/LH: Steigen als „Signalhormone“ – nicht die Ursache der Beschwerden, aber typisch in der Umstellungsphase.

Und ganz wichtig: Stress- und Stoffwechselhormone mischen mit:

  • Cortisol (Stress): kann Schlaf, Bauchfett, Erschöpfung und Heißhunger verstärken, wenn dauerhaft hoch.
  • Insulin (Blutzucker): spielt bei Gewichtsentwicklung, Energie und Cravings eine große Rolle – und lässt sich durch Bewegung stark beeinflussen.

HET (Hormonersatztherapie): Pro & Contra – was sagt der aktuelle Stand?

Beim Stammtisch sortieren wir gemeinsam, für wen HET hilfreich sein kann – und wann Vorsicht geboten ist.

Was häufig für HET spricht (Pro):

  • Gute Wirksamkeit bei starken vasomotorischen Beschwerden (Hitzewallungen/Nachtschweiß) und Schutz vor Knochenabbau (je nach Situation).
  • Für viele gesunde, symptomatische Frauen gilt: Wenn HET früh begonnen wird (unter 60 bzw. innerhalb von ~10 Jahren nach Menopausebeginn) und keine Gegenanzeigen vorliegen, ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis oft günstig.
  • Applikationsform zählt: Transdermale Wege (z. B. Pflaster/Gel) können je nach Risikoprofil Vorteile haben (u. a. bei Thromboserisiko).

Was man ehrlich mitdenken muss (Contra / Grenzen):

  • HET ist nicht für jede geeignet (z. B. bestimmte Krebserkrankungen, Schlaganfall, Herzinfarkt, Blutgerinnsel in der Vorgeschichte – das wird ärztlich geprüft).
  • Es braucht Individualisierung, Aufklärung und regelmäßige Neubewertung – keine „One-size-fits-all“-Lösung.
  • „Compounded/bioidentical“ aus der Rezeptur ohne zugelassene Präparate: wird von Fachgesellschaften nicht routinemäßig empfohlen, wenn zugelassene Alternativen existieren.

💡 Wichtig: Wir ersetzen keine ärztliche Beratung – aber du gehst nach Hause mit besseren Fragen, mehr Orientierung und einem Gefühl von „Ah, so hängt das zusammen“.


Wie Bewegung deine Hormone beeinflussen kann 🏃‍♀️🧘‍♀️🏋️‍♀️

Bewegung ist kein „Kalorienprojekt“. Sie wirkt (sanft, aber stark) auf:

  • Stressregulation (Cortisol): dosierte Bewegung + Regeneration kann dein Nervensystem stabilisieren.
  • Insulin-Sensitivität: Muskelarbeit hilft dem Körper, Blutzucker besser zu verarbeiten.
  • Schlaf & Stimmung: Bewegung kann Schlafqualität, Stimmung und Selbstwirksamkeit verbessern.
  • Knochen & Muskeln: Gerade in der Menopause sind Kraft- und knochenstärkende Reize Gold wert.

Und ja – bei Hitzewallungen ist die Studienlage gemischt, aber es gibt Hinweise, dass Bewegung die Beschwerdeintensität zumindest moderat verbessern kann (und auf Lebensqualität oft klar positiv wirkt).


Welcher Sport ist in den Wechseljahren „der richtige“?

Beim Stammtisch schauen wir auf drei Säulen, die sich in der Praxis bewährt haben:

1) Krafttraining (2× pro Woche) 🏋️‍♀️
  • Muskelmasse, Stabilität, Rücken, Stoffwechsel, Selbstvertrauen
  • besonders wichtig als Gegengewicht zu hormonbedingtem Muskelabbau
2) Ausdauer – aber smart 🚶‍♀️🚴‍♀️
  • z. B. zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen
  • Orientierung: 150–300 Minuten moderat pro Woche (oder entsprechend intensiv)
3) Beweglichkeit/Regeneration 🧘‍♀️
  • Mobility, Yoga, Dehnen, Atemarbeit
  • hilft vielen bei Stress, Schlaf und Körpergefühl

✨ Bonus, wenn’s passt: knochenstärkende Impacts (z. B. Treppen, kleine Sprünge, zügiges Gehen) – individuell angepasst.


So läuft der Abend ab 🫶

  • Kurzer Impuls mit den wichtigsten Basics (verständlich, ohne Fachchinesisch)
  • Austausch in der Runde: Was spürst du? Was hat dir geholfen? Was willst du ausprobieren?
  • Q&A zu HET, Sportarten, Einstieg, Motivation, Dranbleiben
  • Und natürlich: warme Atmosphäre, ehrliche Gespräche, kein Druck 💛

Infos & Anmeldung 📌

🗓️ Dienstag, 10.03.2026
Uhrzeit: 19:00–21:00 Uhr
📍 Ort: URBAYN, Glasbläserallee 25, Berlin-Stralau
📝 Anmeldung (Plätze limitiert): Mail mit Betreff „Stammtisch 10.3.“ an sabine@balance4women.deBring gern eine Freundin mit!


Kleiner Hinweis

Die Inhalte dienen der Information und dem Austausch und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei konkreten Beschwerden oder Vorerkrankungen bitte ärztlich abklären. 🙏



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